Wertpapierdepot eröffnen – Schritt für Schritt erklärt

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Der erste Schritt zu deinem ETF-Investment

Vielleicht kennst du das: Du hast dich mit ETFs beschäftigt, verstehst die Vorteile eines weltweit gestreuten ETF und möchtest endlich selbst mit dem Vermögensaufbau beginnen. Doch kurz bevor es losgeht, taucht oft dieselbe Frage auf:

„Wie fange ich eigentlich an?“

Die Antwort ist einfacher, als viele denken:

Du benötigst ein Wertpapierdepot.

Ein Depot ist die Voraussetzung, um ETFs, Aktien oder andere Wertpapiere zu kaufen und zu verwalten. Es ist dein persönlicher Zugang zur Börse und damit der erste Schritt auf deinem Weg zum langfristigen Vermögensaufbau.

Ein Depot eröffnen ist heute einfacher denn je

Viele Menschen glauben, eine Depoteröffnung sei kompliziert oder mit viel Papierkram verbunden. Tatsächlich lässt sich ein Depot heute in der Regel innerhalb weniger Minuten online eröffnen.

Der Ablauf ist unkompliziert:

1. Depot auswählen

Achte unter anderem auf:

  • ●  eine einfache Bedienung
  • ●  transparente Kosten
  • ●  ETF-Sparpläne
  • ●  eine zuverlässige Regulierung
  • ●  eine unkomplizierte Steuerabwicklung

2. Persönliche Daten eingeben

Für die Depoteröffnung werden einige gesetzlich vorgeschriebene Angaben wie Name, Anschrift und Steuerinformationen benötigt.

3. Identität bestätigen

Per Video-Ident oder einem vergleichbaren Verfahren bestätigst du deine Identität bequem online.

4. Sparplan einrichten

Lege deine gewünschte Sparrate fest und wähle den ETF aus, in den regelmäßig investiert werden soll.

Damit sind die wichtigsten Voraussetzungen geschaffen, um langfristig mit dem Investieren zu beginnen.

Worauf solltest du bei einem Depot achten?

Wer zum ersten Mal ein Depot eröffnen möchte, stellt schnell fest, dass es zahlreiche Anbieter gibt. Das kann zunächst unübersichtlich wirken.

Viele Menschen verbringen Wochen damit, Gebühren, Apps oder einzelne Funktionen zu vergleichen – und verschieben den eigentlichen Vermögensaufbau immer weiter.

Dabei muss ein Depot nicht perfekt sein. Wichtiger ist, dass es zu deinen persönlichen Anforderungen passt.

Die 6-Punkte-Checkliste

Bevor du dich entscheidest, kannst du dir folgende Fragen stellen:

  • ●  Ist die Bedienung übersichtlich und verständlich?
  • ●  Werden ETF-Sparpläne angeboten?
  • ●  Sind die Kosten transparent nachvollziehbar?
  • ●  Kannst du dort auch künftig die Wertpapiere handeln, die dich interessieren?
  • ●  Ist der Anbieter reguliert und werden steuerliche Themen im Regelfall unkompliziert abgewickelt?
  • ●  Kannst du dir vorstellen, dein Depot langfristig dort zu führen?

Wenn du diese Fragen überwiegend mit Ja beantworten kannst, hast du bereits eine gute Grundlage gefunden.

Denn entscheidend ist nicht, den vermeintlich perfekten Broker zu finden. Entscheidend ist, überhaupt anzufangen und langfristig investiert zu bleiben. Und sollte sich im Nachhinein herausstellen, dass ein anderer Anbieter besser zu dir passt, ist das kein Beinbruch: Ein Depotwechsel ist in der Regel jederzeit unkompliziert und kostenlos möglich.

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„Der beste Zeitpunkt zu beginnen war gestern. Der zweitbeste ist heute.“

5. FAQ -Häufige Fragen zur Depoteröffnung

Brauche ich viel Geld, um ein Depot zu eröffnen?

Nein.

Viele ETF-Sparpläne können bereits mit kleinen monatlichen Beträgen gestartet werden. Du musst also nicht warten, bis du mehrere Tausend Euro angespart hast. Viel wichtiger als die Höhe deiner ersten Einzahlung ist, möglichst früh mit dem Investieren zu beginnen. Denn Zeit ist einer der wichtigsten Faktoren beim langfristigen Vermögensaufbau.

Was kostet ein Depot?

Oft nichts.

Viele Anfänger vermuten, dass für ein Depot hohe Gebühren anfallen. Heute ist die Depotführung bei vielen Anbietern kostenlos. Auch ETF-Sparpläne können häufig ohne zusätzliche Ausführungsgebühren eingerichtet werden. Trotzdem lohnt sich immer ein Blick auf das Preis- und Leistungsverzeichnis des jeweiligen Anbieters.

Wie lange dauert eine Depoteröffnung?

Meist nur wenige Minuten.

Die Online-Eröffnung ist heute bei vielen Anbietern schnell erledigt. Nach der Identitätsprüfung wird dein Depot in der Regel innerhalb weniger Tage freigeschaltet. Anschließend kannst du direkt mit deinem ersten ETF-Sparplan starten.

Warum muss ich mich identifizieren?

Weil es gesetzlich vorgeschrieben ist.

Jeder Depotanbieter muss die Identität seiner Kunden überprüfen. Das dient unter anderem der Geldwäscheprävention und dem Schutz vor Missbrauch. Die Identitätsprüfung erfolgt heute meist bequem per Video-Ident oder einem ähnlichen Online-Verfahren.

Sind mein Geld und meine Wertpapiere geschützt?

Ja.

Dabei ist es wichtig, zwischen dem Geld auf deinem Verrechnungskonto und deinen Wertpapieren zu unterscheiden. Nicht investiertes Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist bei europäischen Banken in der Regel bis 100.000 € pro Kunde und Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Deine ETFs, Aktien und anderen Wertpapiere gehören hingegen rechtlich dir. Sie werden getrennt vom Vermögen des Depotanbieters verwahrt und bleiben auch im Fall einer Insolvenz grundsätzlich dein Eigentum.

Kann ich mehrere Depots besitzen?

Ja.

Du bist nicht auf ein einziges Depot beschränkt. Viele Anleger besitzen im Laufe der Zeit mehrere Depots – zum Beispiel für unterschiedliche Anlagestrategien oder bei verschiedenen Anbietern.

Muss ich Börsenwissen haben?

Nein.

Du musst kein Experte sein, um mit einem ETF-Sparplan zu starten. Gerade breit gestreute Welt-ETFs wurden entwickelt, damit auch Einsteiger langfristig einfach investieren können.

Muss ich mich täglich um mein Depot kümmern?

Nein.

Ein ETF-Sparplan ist genau dafür gedacht, dir möglichst viel Arbeit abzunehmen. Einmal eingerichtet, erfolgen die Käufe automatisch. Du musst also nicht jeden Monat selbst aktiv werden.

Muss ich jeden Monat denselben Betrag investieren?

Nein.

Bei vielen Anbietern kannst du deine Sparrate jederzeit erhöhen, senken oder den Sparplan vorübergehend pausieren. So bleibt dein Vermögensaufbau flexibel und kann sich jederzeit an deine finanzielle Situation anpassen.

Kann ich auch einmalig Geld investieren?

Ja.

Neben einem Sparplan kannst du jederzeit zusätzliche Einmalanlagen tätigen. Viele Anleger kombinieren regelmäßige Sparraten mit gelegentlichen zusätzlichen Investitionen.

Kann ich mehrere ETF-Sparpläne gleichzeitig haben?

Ja.

Du kannst beliebig viele Sparpläne anlegen. Viele Anleger investieren jedoch bewusst nur in einen breit gestreuten Welt-ETF, da dieser bereits Tausende Unternehmen weltweit abdecken kann.

Was ist ein Verrechnungskonto?

Das ist das Konto deines Depots.

Über das Verrechnungskonto werden Käufe, Verkäufe, Dividenden und andere Zahlungen abgewickelt. Von dort wird auch deine Sparrate eingezogen. Es dient also als Verbindung zwischen deinem Girokonto und deinem Depot.

Bekomme ich Dividenden ausgezahlt?

Das kommt auf den ETF an.

Ausschüttende ETFs zahlen Dividenden regelmäßig auf dein Verrechnungskonto aus. Thesaurierende ETFs investieren diese Erträge automatisch wieder an. Beide Varianten können für den langfristigen Vermögensaufbau sinnvoll sein.

Kann ich mein Geld jederzeit wieder auszahlen lassen?

Ja.

Du kannst deine ETF-Anteile grundsätzlich jederzeit verkaufen. Anschließend wird der Verkaufserlös auf dein hinterlegtes Referenzkonto überwiesen. Beachte jedoch, dass der Wert deiner Geldanlage schwanken kann. Deshalb eignen sich ETFs vor allem für einen langfristigen Vermögensaufbau.

Was passiert, wenn die Börse fällt?

Das gehört dazu.

Kursschwankungen sind ein normaler Bestandteil des Investierens. Wer langfristig investiert, erlebt sowohl steigende als auch fallende Kurse. Genau deshalb solltest du einen ETF-Sparplan mit einem langfristigen Anlagehorizont betrachten und dich nicht von kurzfristigen Schwankungen verunsichern lassen.

Was passiert, wenn ich eine Sparrate einmal verpasse?

Das ist meist kein Problem.

Ist zum Abbuchungstermin nicht genügend Geld auf deinem Girokonto vorhanden, wird die Sparplanausführung in der Regel einfach ausgelassen. Den Sparplan kannst du anschließend wie gewohnt weiterlaufen lassen.

Muss ich meine Gewinne selbst versteuern?

In der Regel nicht.

Bei deutschen Depotanbietern werden steuerpflichtige Kapitalerträge in der Regel automatisch berücksichtigt. Die fällige Kapitalertragsteuer wird direkt an das Finanzamt abgeführt. Dadurch entsteht für die meisten Anleger im Alltag kaum zusätzlicher Aufwand.

Kann ich mein Depot später wechseln?

Ja.

Ein Depotwechsel ist grundsätzlich möglich. Viele Anbieter übernehmen den Übertrag deiner Wertpapiere sogar kostenlos. Deine ETFs müssen dafür in der Regel nicht verkauft werden.

Kann ich mein Depot später wieder kündigen?

Ja.

Du kannst dein Depot grundsätzlich jederzeit kündigen. Vorher solltest du jedoch entscheiden, ob deine Wertpapiere verkauft oder auf ein anderes Depot übertragen werden sollen.

Was passiert mit meinem Depot, wenn ich sterbe?

Es bleibt erhalten.

Ein Depot gehört zu deinem Vermögen und wird im Rahmen der gesetzlichen oder testamentarischen Erbfolge an deine Erben übertragen. Deine Wertpapiere gehen dabei nicht verloren.

Muss ich den Markt täglich beobachten?

Nein.

Ein ETF-Sparplan verfolgt einen langfristigen Ansatz. Du musst deshalb nicht täglich Börsennachrichten lesen oder Kurse beobachten. Viel wichtiger ist es, regelmäßig zu investieren und deinem Vermögensaufbau Zeit zu geben.

Das Grundprinzip lautet:

Einrichten → investieren → langfristig dranbleiben.

Der erste Schritt entscheidet.

Viele Menschen warten auf den perfekten Zeitpunkt.

Sie lesen noch einen Artikel.

Sie vergleichen noch einen Anbieter.

Oder sie möchten erst jedes Detail verstehen.

Vermögensaufbau beginnt jedoch nicht mit Perfektion.

Er beginnt mit einer Entscheidung. Mit der Entscheidung, heute den ersten Schritt zu gehen.

Ein Depot macht aus einer Idee eine echte Investition.

Und aus Zeit entsteht Vermögen.

365 Tage im Jahr.

Schritt für Schritt.

Kauf dir Zeit.

„Jede Sparrate ist ein kleiner Schritt heute – und kann ein großer Unterschied für morgen sein.“

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